Würmer

Installationen, Objekte, Fotografien, Performances
Ab 2014

Wurmlöcher

Partizipative Performanceobjekte

Von Matthias Mollner

„Der durch mein „Wurmloch“ Objekt kriechende Mensch tut dies mit vollem Körpereinsatz, schiebt, drückt, zieht und windet sich durch das geschwungene Rohr, immer dem Licht entgegen. Die Nahtoderfahrung bleibt aus, es sei denn, der Mensch leidet an Klaustrophobie.
Ein Wurmloch ist ein physikalisch-theoretisches Gebilde, das zwei Orte derselben Raumzeit oder zwei unterschiedliche Raumzeiten eines Multiversums miteinander verbindet. Ein Wurmloch ist ein von Regenwürmern oder anderen Würmern gegrabener Tunnel, der den Tieren als Straße und Wohnung dient. Gehen wir gerade durch ein Wurmloch und wissen nicht, was uns am Ende erwartet?!“

Ein Dorf für Würmer

Installation und Performance
2021
Installationsansicht “Zweistromland” Traismauer, Niederösterreich

Von Matthias Mollner

„Der Menschwurm kriecht über feuchten Boden. Die Schlange windet sich von Haus zu Haus. Durch das Wurmloch gelangt das Tier in eine neue Dimension.

„Macht euch die Erde untertan“. Diesem Konzept folgend, wird die Erde untergehen. Möglicherweise ist das der himmlische Plan. Ich akzeptiere das nicht.

Betrachte das unsichtbare Leben und lerne von ihm. Betrachte den Wurm und suche die eigenen, inneren Würmer. Fühle dich hinein in den Boden und werde selbst zum Wurm.“

Fotografien und Bilder

Global Worming in Paradise

Installation, Video und Performanceexpedition

Von Matthias Mollner

„Indiana Jones, der Abenteurer, wühlt sich hinein ins Reich der Würmer, zu den Wesen, in deren Körpern Erde entsteht, zu den Röhrengrabenden, die Verbindungen schaffen zwischen Innen und Außen und der Erdseele ein Atmen ermöglichen. Indiana Jones, der Jäger des verlorenen Schatzes, treibt auf einer Luftmatratze die March stromabwärts. Später geht er an Land und wandert zu Fuß durch den Dschungel der Donauauen bis nach Wien. 125 km und 4 Tage unterwegs, unter brünftigen Hirschen, schießwütigen Jägern, durch Schlammpfützen samt Stechmücken, mit Blasen an den Füßen. Oder doch ganz anders. 4 Tage unterwegs unter strahlender Sonne, gemeinsam mit bunten Käfern und Fröschen, durch Blumenwiesen und an seerosenbewachsenen Weihern vorbei. Seine Expedition ist erfolgreich, er findet das Volk der Würmer und reist mit einer 60-köpfigen Delegation zurück nach Wien.

Verbindungen zwischen den Wesen entstehen. Menschengesellschaften wachen aus ihrem (Alb)traum auf, entkommen dem seelenvernebelnden Schleier, der Hilflosigkeit gegenüber dem, was nicht Mensch ist. Die Zeit der Distanz ist zu Ende. Indiana Jones öffnet die Truhe und lässt die Wesen raus. Ein Stück Natur gräbt sich in den Kulturraum; Regenwürmer kommunizieren mit ihren Betrachtern“

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