Das Dorf
Installation, 2010.
Seit 2011 auf dem Gelände des Symposiums Lindabrunn, Niederösterreich
In seiner skulptural-architektonischen Arbeit „Das Dorf“ verhandelt Matthias Mollner die Spuren menschlicher Zivilisation im Spannungsfeld von Erinnerung, Vergänglichkeit und natürlicher Transformation. Sechs aus Holz errichtete Hütten bilden eine fragmentarische Siedlungsstruktur, die den Eindruck eines verlassenen Ortes vermittelt. Im Inneren befinden sich einzelne Objekte und bauliche Fragmente, die auf eine vergangene menschliche Nutzung verweisen. Sie erscheinen als Überreste einer Geschichte, deren ursprünglicher Zusammenhang nur noch bruchstückhaft erfassbar ist.
Die Hütten sind bewusst dem natürlichen Alterungsprozess ausgesetzt. Witterung, Feuchtigkeit und Zeit hinterlassen sichtbare Spuren: Das Holz verwittert, Konstruktionen verformen sich, einzelne Bereiche werden unzugänglich und die Gebäude verlieren zunehmend ihre ursprüngliche Gestalt und Funktion. Der fortschreitende Zerfall ist dabei nicht lediglich ein Zustand, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Werkes. Die Installation verändert sich kontinuierlich und wird sukzessive wieder von ihrer natürlichen Umgebung aufgenommen.
Sechs Holzhütten mit darin befindlichen Objekten. Holzbretter, Nägel, Schrauben, Pflanzenöl, Fiberglas. Installationsansicht Symposion Lindabrunn